Studien

Einflussnahme auf psychische Parameter durch skulpturales Arbeiten in der Demenzbetreuung

Autor:
Dr. Kathrin Seifert | Universitätsklinikum Bonn

In den Jahren 2015 und 2016 wurde das Bildhauerprojekt von Dr. Kathrin Seifert (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Bonn) evaluiert und ausgewertet. Ihre Studie wird in Kürze veröffentlicht.

Frau Dr. Kathrin Seifert stellte das Projekt beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. vor.

  • Einführung
  • Beobachtungskriterien
  • Ergebnisse im Überblick
  • Gruppenergebnisse
  • Einzelergebnisse
  • Schlussfolgerung


Maternus - Überblicksauswertung

Autor:
Uwe Schacher | ISIS Frankfurt

Einführung

Im Rahmen eines handwerklichen und künstlerisch orientierten Gestaltungsprojektes in der stationären Pflegeeinrichtung Maternus, wurde sieben Männern die Möglichkeit der Holzbearbeitung unter Begleitung und Supervision angeboten. Das Projekt fand von Juli bis August statt. Um die Effekte dieses Projektes einschätzen zu können, wurde bereits zwei Monate vorher (Mai und Juni), wie auch zwei Monaten nachher (vor allem September; kaum noch im Oktober) mit der Beobachtung des Verhaltens der teilnehmenden Bewohner begonnen. Insgesamt wurden zwölf Beobachter und Beobachterinnen eingesetzt.

Die Beobachter wurden nicht extra geschult, bekamen aber eine Handanweisung mit der Differenzierung der Beobachtungskriterien. Die Anzahl der Ratings differenzierte stark zwischen 19 Ratings und 400. Insgesamt konnten 1808 Ratings verarbeitet und zugeordnet werden. Es gab täglich zwei Beobachtungszeitpunkte, einer am Vormittag und einer am Nachmittag. Auf die Berechnung der Beobachtereffekte wurde bei diesem explorativen Projekt verzichtet. Auch wurden keine elaborierten statistischen Verfahren zur Zeitverlaufsanalyse verwendet. Aus pragmatischen Gründen wurde keine parallelisierte Kontrollgruppe vor Ort gebildet. Dementsprechend können die Ergebnisse nicht kausal interpretiert werden und sind damit, im strengen wissenschaftlichen Sinne, nicht sehr belastbar.

Diese Studie kann nur erste Hinweise auf Veränderungen innerhalb der teilnehmenden Gruppe geben. Der Einfachheit halber werden die Daten vor dem Treatment, mit denen während des Treatments und nach dem Treatment statistisch verglichen. Die forschungsleitende Fragestellung ist, ob das Treatment geeignet ist, positiv auf demenzielle Veränderungen der Bewohner einwirken zu können.

Die zu Grunde liegenden Beobachtungskriterien werden im Folgenden kurz beschrieben.

Beobachtungskriterien

Es wurden theoriegeleitet verschiedene Dimensionen ausgewählt, die bekanntermaßen mit demenziellen Veränderungen einhergehen und deshalb eine besondere Bedeutung haben. Im Folgenden sind dies die Dimensionen der Kognition, Kommunikation, Motorik, Emotion und Aggression. Jede einzelne Dimension wurde differenziert und beschrieben. Die folgende Auflistung gibt dazu einen Überblick:

KOGNITION:

• Orientierung
Orientiertheit in Zeit, Raum und sozialer Situation – ist dem Bewohner bewusst, in welcher Zeit, an welchem Ort und in welcher sozialen Situation er sich befindet (z.B. ist sich der Bewohner seines Lebensabschnittes und seiner Lebenssituation bewusst, weiß er an welchem Ort er sich befindet)?

• Aufmerksamkeit:
Wendet sich der Bewohner bedeutenden Reizen zu und kann er sich auf diese konzentrieren (z.B. einer Pflegeperson, die ihn anspricht/ Besuchern/ Mitbewohnern/ Fernseher)?

• Auffassung (Aufnahmefähigkeit):
Ist der Bewohner in der Lage, Anleitungen zu folgen - z.B. bei bestimmten Pflegeaktivitäten?

• Sprachaktivität:
Redet der Bewohner? Produziert er Sprache? Ohne Bewertung des Inhalts und in Abgrenzung zu ‚Gesprächsverhalten’ (siehe Unten).

KOMMUNIKATION:

• Personenerkennung:
Erkennt der Bewohner Pfleger, Freunde, Mitbewohner als solche?

• Gesprächsverhalten:
Nimmt der Bewohner an Unterhaltungen teil? Kann er sprachlich interagieren? Spricht er Menschen an? Antwortet er, wenn er angesprochen wird und kann er auf seinen Gesprächspartner eingehen?

MOTORIK:

• Körperliche Aktiviertheit:
Wie ist die körperliche Aktivität einzuordnen? An dieser Stelle bitte mit ‚ja’ oder ‚nein’ zuordnen, ob inaktives, aktives oder überaktives Verhalten gezeigt wird (inaktiv: der Bewohner sitzt an seinem Platz, steht nicht auf und zeigt kaum Regungen; aktiv: der Bewohner steht auf, bewegt sich im Raum; überaktiv: der Bewohner zeigt erhöhten Bewegungsdrang, evtl. demenztypisches Wanderverhalten und muss durch das Pflegepersonal verstärkt beaufsichtigt werden).

• Koordination, Bewegungsabläufe:
Wie sicher bewegt sich der Bewohner? Auch hier bitte mit ‚ja’ oder ‚nein’ zuordnen, ob die ausgeführten Bewegungen sicher oder unsicher ausgeführt werden (sicher: die Bewegungsabläufe sind kontrolliert; unsicher: die Bewegungsabläufe des Bewohners können nicht mehr kontrolliert ausgeführt werden, evtl. besteht Gefahr einer Verletzung z.B. in Folge eines Sturzes)?

EMOTION:

Hier bitte angeben, ob sich die Emotionen Freude, Wut, Ekel, Furcht, Verachtung, Traurigkeit, Überraschung in den Gesichtern der Bewohner zeigen. Bitte mit ‚ja’ oder ‚nein’ zuordnen, ob sich die jeweilige Emotion zeigt.

AGGRESSION:

An dieser Stelle bitte für jede Form von aggressivem Verhalten mit ‚ja’ oder ‚nein’ angeben, ob sie zu beobachten ist (Auto-Aggression: der Bewohner zeigt aggressives oder verletzendes Verhalten gegen sich selbst; Hetero-Aggression: der Bewohner zeigt tätlich aggressives Verhalten gegenüber anderen, z.B. Pflegepersonal oder Mitbewohner; verbale Aggression: der Bewohner zeigt aggressives Verhalten in Form von Beschimpfung, Beleidigung, Bedrohung anderer; Aggression gegen Dinge: der Bewohner beschädigt Gegenstände oder versucht sie zu beschädigen).

Im nächsten Kapitel widmen wir uns den Beobachtungsergebnissen.

Ergebnisse im Überblick

Im Bereich der Kognition gibt es in den vier Dimensionen (Aufmerksamkeit, Sprachaktivität, Auffassung, Orientierung) hoch signifikante Unterschiede bei den Beobachtungen über den gesamten Beobachtungszeitraum.

Besonders häufig kam es zu Verbesserungen im Bereich der Aufmerksamkeit (113 Beobachtungen). Die Sprachaktivität verschlechterte sich signifikant seltener (40 Beobachtungen). Besonders beachtlich ist die vergleichsweise häufige Nennung (110 Beobachtungen) in denen von einer Verschlechterung im Bereich der Auffassung berichtet wird. Bei diesen festgestellten, berichteten Unterschieden ist trotzdem im Hinterkopf zu behalten, dass zwischen 1591 und 1669 Beobachtungen einen gleich bleibenden Status quo angeben.

Die Kommunikation unterscheidet sich bei den beiden beobachteten Dimensionen (Gesprächsverhalten und Personenerkennung) im gesamten Zeitraum schwach, aber grundsätzlich. So besserte sich das Gesprächsverhalten bei 83 Beobachtungen. Allerdings waren 1676 Sequenzen im Gesprächsverhalten gleich bleibend und 41 sogar schlechter.

Bei der Personenerkennung kommt es im gesamten Berichtszeitraum nur in 35 Fällen zu einer Besserung, 1742 bleiben gleich und 23 Beobachtungen unterstellen eine Verschlechterung. Die körperliche Aktiviertheit hat einen eindeutigen und steilen Verlauf. Körperlich aktiv werden 1289 Beobachtungen eingeschätzt. Als inaktiv werden 412 Beobachtungen ausgewiesen. Eine körperliche Überaktiviertheit wird nur in 64 Fällen beobachtet. Die Koordination und die Bewegungsabläufe werden in 1529 Beobachtungen als sicher vorgestellt. Dem gegenüber stehen nur 179 Beobachtungen die als unsicher bewertet wurden.

Im Kosmos der Basisemotionen wird die Freude (593), gefolgt von der Überraschung (109) am meisten beobachtet. In absteigender Folge finden sich dann Traurigkeit (58), Verachtung (54), Wut (47), Furcht (17) und ganz zum Schluss Ekel (neun). Die Aggressionen werden vergleichsweise selten berichtet. Hervorstechende sind dabei nur die verbalen Aggressionen (79 Beobachtungen) und die Hetero-Aggressionen mit 22 Beobachtungen. Die Auto-Aggression findet sich, wie auch die Aggressionen gegen Dinge nur jeweils einmal.

Widmen wir uns im nun folgenden Kapitel den Unterschieden zwischen den Beobachtungen vor dem Treatment, während des Treatments und nach dem Treatment.

Gruppenergebnisse des Treatments

Die in allen vier Dimensionen der Kognition nachweislichen hoch signifikanten Unterschiede legen statistisch betrachtet einen Effekt des Treatments nahe. Dabei stellen wir durch die Bank weg relativ schwache Zusammenhänge fest, die auf eine uneinheitliche Wirkung des Treatments hindeuten könnten.

Im Einzelnen finden wir bei der Orientierung hoch signifikante Unterschiede zwischen den Beobachtungen vor, während und nach dem Treatment. So wurde die Orientierung vor dem Treatment in nur 15 Beobachtungen als jeweils, der vorhergehenden Beobachtung nachfolgend, besser eingeschätzt.

703 mal wurde die Orientierung als unverändert und gleich bewertet. Während des Treatments verdoppelt sich diese Zahl auf 34 beobachtete Verbesserungen. 657 Beobachtungen bleiben gleich. Diese Zahl verringert sich drastisch nach dem Treatment auf nur noch vier beobachtete Verbesserungen, bei 306 Beobachtungen eines jeweils unveränderten und gleichen Zustandes.

Bei der Aufmerksamkeit verändert sich diese Verteilung, bleibt aber ebenfalls hoch signifikant. So kam es bereits vor dem Treatment zur Beobachtung von 53 Besserungen (660 Beobachtungen). Während des Treatments steigt diese Anzahl auf 56, bei nur noch 496 Beobachtungen. Nach dem Treatment sinkt die Anzahl sehr stark auf nur noch vier Wahrnehmungen von Verbesserungen (299 Beobachtungen), ab.

Das Auffassungsvermögen wird vor dem Treatment mit 31 Verbesserungen eingeschätzt. Während des Treatments steigt diese Zahl auf 39, um nach dem Treatment auf nur noch vier abzusinken. Wir finden hier eine prinzipiell ähnliche Verteilung wie bei der Aufmerksamkeit. Auch hier sind die Unterschiede hoch signifikant. Bei der Sprachaktivität finden wir das gleiche Verteilungsmuster wie bei der Aufmerksamkeit und Auffassung. Von einem bereits oft wahrgenommenen situativen Besserungszustand (43 von 697 Beobachtungen) steigt die Anzahl während des Treatments auf 47 bei 662 Beobachtungen. Nach dem Treatment werden nur noch drei Besserungsbeobachtungen bei 309 Beobachtungen insgesamt wahrgenommen.

Bei der Orientierung zeigt sich ein deutlicher und hoch signifikanter Zusammenhang zwischen der Wahrnehmung von Besserungen während des Treatments. Nicht einmal die Hälfte der Besserungswahrnehmungen ist vor dem Treatment. Allerdings zeigt sich bei allen vier Dimensionen der Kognition, dass Besserungswahrnehmungen nach dem Treatment dramatisch zurückgehen. Bei der Aufmerksamkeit, der Auffassung, und der Sprachaktivität wird ein höheres Ausgangsniveau beobachtet. Während des Treatments kommt es zu einer weiteren Steigerung der Besserungen.

Die Kommunikation wird in den zwei Dimensionen Personenerkennung und direktes Gesprächsverhalten beobachtet. Die Personenerkennung wird in 17 Beobachtungen jeweils als verbessert und in 16 Beobachtungen jeweils als verschlechtert vor dem Treatment wahrgenommen. Während des Treatments kommt es zu 18 Besserungsratings und nur noch vier Verschlechterungsratings. Nachdem Treatment wird keinerlei Verbesserung mehr unterstellt, bei gleichzeitig zwei Verschlechterungen. Die Sequenzen des Gesprächsverhaltens werden vor dem Treatment 36 mal als verbessert und 21 mal als verschlechtert bewertet. Während des Treatments steigt die Verbesserungsrate auf 43 Beobachtungen, bei gleichzeitiger mehr als Halbierung der Verschlechterungswahrnehmungen (zehn Beobachtungen). Nach dem Treatment werden nur noch 4 Verbesserungssequenzen beobachtet, aber gleichzeitig neun Verschlechterungen wahrgenommen.

Beide Dimensionen der Kommunikation (Personenerkennung, Gesprächsverhalten), zeigen ein sehr ähnliches Verteilungsmuster. Besserungen werden durchaus auch vor dem Treatment relativ häufig beobachtet, allerdings steigt diese Anzahl während des Treatments deutlich an, während sich Verschlechterungen signifikant verringern. Das Treatment scheint also einen leicht verbessernden, zumindest aber stabilisierenden Effekt zu haben. Irritierend ist der starke Einbruch nach dem Treatment wo in beiden Dimensionen wesentliche Verschlechterungen, bei insgesamt sehr viel weniger Beobachtungen, wahrgenommen werden.

Die Motorik wurde in den beiden Dimensionen körperliche Aktiviertheit und Koordination operationalisiert. Ausgehend von einem hohen Maß an körperlicher Inaktiviertheit (194 Beobachtungen) vor dem Treatment sinkt dieser Wert während des Treatments auf 178 und auch nach dem Treatment auf dann nur noch 39. Ebenfalls nimmt die Überaktivität dem gleichen Muster folgend von sechsten 30 vor dem Treatment, auf 20 während des Treatments und nur noch acht nach dem Treatment ab.

Es lässt sich also ein hoch signifikanter Zusammenhang feststellen körperliche Inaktiviertheit, wie auch Überaktivität, deutlich zu reduzieren. Das gleiche Grundmuster zeigt sich auch bei der Koordination, wenn auch in etwas abgeschwächter Form. Eine sichere Koordination wird in 619 Beobachtungen vor dem Treatment wahrgenommen und steigt minimal auf 622 während des Treatments an. Nach dem Treatment sind es immer noch 286. Die Wahrnehmung von unsicherer Koordination nimmt extrem ab und zwar von 105 vor dem Treatment, 52 während des Treatments, auf nur noch 21 nach dem Treatment. Das Treatment scheint also die unsichere Koordination positiv zu beeinflussen und auch nach dem Treatment anzuhalten.

Bei den Emotionen zeigen sich folgende Zusammenhänge. Die wahrgenommene Freude wird hoch signifikant durch das Treatment verändert. Vor dem Treatment wird 249 mal der Emotionsausdruck Freude wahrgenommen. Dieser steigt während des Treatments auf 264 Ratings an. Nach dem Treatment wird die Freude noch mal in 79 Beobachtungen wahrgenommen. Es scheint also einen wenn auch kleinen Effekt zur Steigerung der Freude zu haben. Die Emotion Wut wird sehr viel seltener wahrgenommen. Allerdings zeigt sich hier trotz seltener Auftretenshäufigkeit eine sehr dramatische Reduktion. So wurde in 29 Fällen vor dem Treatment Wut wahrgenommen. Während des Treatments nur noch 17 mal und nach dem Treatment nur noch einmal. Noch sehr viel seltener und in ihrer Veränderung nicht signifikant treten Ekel (vor Treatment 6, während 2, nach 1) und Furcht (vor 6, während 9, nach 1) auf. Die Auftretenshäufigkeit von beobachteter Verachtung verändert sich vor, während und nach dem Treatment hoch signifikant. So werden vor dem Treatment Verachtung dreißigmal beobachtet, während des Treatments 23 mal und nach dem Treatment nur noch einmal.

Das Signifikanzniveau von 5 % wird bei der Traurigkeit sehr knapp verfehlt. Diese ist die einzige Emotion, bei der es zu einem Anstieg im Vergleich zur Beobachtung vor dem Treatment kommt. Vor dem Treatment wird Traurigkeit 19 mal beobachtet, während des Treatments 32 mal und nach dem Treatment siebenmal. Als letzte Emotion verändert sich die Überraschung hoch signifikant. Wurde sie vor dem Treatment 62 mal beobachtet, sondern sie während des Treatments auf 44 Beobachtungen ab, um dann nach dem Treatment nur noch dreimal beobachtet zu werden.

Bei den Aggressionen treten zwei Aggressionsbereiche nahezu nicht in Erscheinung. Zum einen die Auto-Aggression die nur einmal beobachtet wird, wie auch die Aggressionen gegen Dinge die ebenfalls nur einmal beobachtet wird. Die Hetero-Aggression nimmt ab, ist aber nicht signifikant in ihrer Abnahme. So wurden vor dem Treatment zwölf hetero-aggressive Episoden berichtet, während neun und nach dem Treatment nur noch eine. Am mit Abstand häufigsten tritt die verbale Aggression auf die sich auch im Verlaufe des Treatments hoch signifikant vermindert. So fanden sich 53 verbale Aggressionen vor dem Treatment, aber nur noch 25 während und eine nach dem Treatment.

Bei einer so geringen Anzahl an Teilnehmenden kann es unter Umständen zu weiteren fruchtbaren Einsichten kommen, wenn wir uns die Wirkungen auf die Einzelperson exemplarisch betrachten.

Damit beschäftigen wir uns im folgenden kleinen Kapitel.

Einzelergebnisse

Von sieben Personen verbessern sich bei Dreien die kognitiven Funktionen. Besonders positiv wirkt die Maßnahme dabei auf die Aufmerksamkeit und die Sprachaktivität während des Treatments. Bei der Kommunikation kommt es beim Gesprächsverhalten nur bei zwei Personen zu einer Verbesserung während des Treatments. Die Personenerkennung verbessert sich auf der individuellen Ebene nur bei einer einzigen Person.

Beim Gesprächsverhalten zeigen sich während des Treatments bei zwei Personen Verbesserungen. Besonders augenfällig sind die Verbesserungen bei vier Personen im Bereich der Motorik in der Dimension Aktiviertheit. Diese zeigen sich vor allem nach dem Treatment. Die motorische Dimension Koordination bleibt völlig unbeeinflusst.

Die emotionellen Reaktionen zeigen sich bei vier Teilnehmern. Bei einer Person reduzieren sich gezeigte Wut und Verachtung, wie auch plausibel die Häufigkeit der verbalen Aggression. Eine Person zeigt mehr Traurigkeit. Bei einer Person wird mehr Freude wahrgenommen. Ebenso unerwartet zeigen sich bei einem Teilnehmer sowohl mehr Furcht, als auch mehr Traurigkeit.

Zusammenfassung und Schlussfolgerung

Auf die gesamte Gruppe hin gesehen verbessern sich durch das Treatment alle Dimensionen der Kognition (Orientierung, Aufmerksamkeit, Auffassungsvermögen und Sprachaktivität). Es kommt ebenfalls zu einer Verbesserung der kommunikativen Fähigkeiten (Personenerkennung und Sprachaktivität).

Beachtlich ist die Steigerung der Aktiviertheit auch für die Zeit nach dem Treatment. Bei den Emotionen wird die Freude gesteigert, Wut und Verachtung reduziert. Ebenfalls ganz deutlich reduziert sich die verbale Aggression.

Bei genauer Inspektion der individuellen Ebene zeigt sich, dass die Teilnehmer sehr unterschiedlich von der Maßnahme profitieren. Drei Teilnehmer profitieren besonders im kognitiven Bereich und vier im motorischen Bereich.Ich schätze diese Maßnahme als insgesamt erfolgreich ein. Bei zukünftigen Maßnahmen könnte und sollte das Expertenteam vor Ort besondere Sorgfalt bei der Auswahl der Teilnehmer walten lassen, um den Erfolg für möglichst viele Teilnehmer zu maximieren.

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